Neuer Busbahnhof in Campos?

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Die Regionalregierung stuft den geplanten Busbahnhof in Campos auf Mallorca als strategisch wichtig ein, um den Südosten besser zu vernetzen. Doch reicht ein Terminal auf 4.400 Quadratmetern an der Carrer de la Rambla aus, um den Verkehr nachhaltig zu verbessern?

Der Neubau soll als zentrale Drehscheibe zwischen Palma, dem Flughafen Son Sant Joan und den Küstenorten wie Cala d’Or, Santanyí, Cala Figuera und Sa Ràpita dienen.

Positiv ist, dass die Bündelung stark frequentierter Buslinien an einem Ort Umstiege erleichtern kann. Ein Informationsschalter, sanitäre Anlagen und eine großzügige Überdachung sind wichtige Grundvoraussetzungen. Außerdem schafft die Ausweisung als Verkehrsfläche Raum für ergänzende Angebote wie Park-and-Ride oder den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Zustimmung der Gemeindeverwaltung unterstützt das Projekt zusätzlich.

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Allerdings bleiben viele Fragen offen: Es gibt bislang keinen klaren Finanzierungsrahmen, keinen festen Baubeginn und keinen Zeitplan. Wichtige Details wie Taktverdichtungen, Barrierefreiheit, sichere Fußwege zur Ortsmitte, Fahrradabstellplätze und Ladeinfrastruktur für Elektrobusse werden kaum erwähnt. Ohne abgestimmte Fahrpläne und Echtzeitinformationen droht der neue Knotenpunkt, nur eine weitere Haltestelle mit langen Wartezeiten zu werden.

Ein Terminal an der Umgehungsstraße muss gut an die Innenstadt angebunden sein, denn selbst kurze Fußwege können für Reisende mit Gepäck schnell zu einer Belastung werden. Ein überdachter Wartebereich schützt zwar vor Wetter, doch nützt das wenig, wenn Anschlussbusse selten fahren. Letztlich entscheidet die praktische Umsetzung, ob der neue Busbahnhof tatsächlich zur Verkehrsdrehscheibe im Südosten wird oder bloß eine symbolische Maßnahme bleibt.

Quelle: Agenturen